Was so los ist bei uns ...

"Null Problemo" mit dem Weihrauchfass

Kaplan Justin Kishimbe nahm sich viel Zeit mit den Ministranten beim fachgerechten Umgang mit dem Weihrauchfass. "Unsere Minis übernehmen eine wichtige Funktion beim Gottesdienst", lobte und dankte der Geistliche den Jugendlichen zugleich.

Eine Weihrauchprobe für alle interessierten Ministranten führte Kaplan Justin Kishimbe in der Herz-Jesu-Pfarrkirche durch. Sieben Jugendliche folgten dem Aufruf und übten sich im fachgerechten Umgang mit dem Räuchergefäß.

 

Die sechs Ministrantinnen und ein Ministrant spielten dabei verschiedenen liturgische Abläufe im Gottesdienst durch und ließen sich dabei den stilgerechten Einsatz des Weihrauchfasses erklären. Was oft von den Kirchenbesuchern als selbstverständlich wahrgenommen wird, ist in Wirklichkeit immer an feste Abläufe und Rituale gebunden, wurde dabei schnell deutlich. Die Symbolik des Weihrauchs besteht bei der Betonnung von liturgischen Elementen wie die Verehrung, der Reinigung und das Gebet zu Gott, so der Kaplan. Beim Gottesdienst wird Weihrauch bei der Ein- und Auszugsprozession mitgetragen. Er kommt zudem zum Einsatz beim Evangelium oder beispielsweise der Gabenbereitung.

 

Dem Weihrauch wird zudem auch eine beruhigende Wirkung zugeschrieben und dient in vielen Ländern sogar als Medizin. Konzentriert schwenkten die Minis das Weihrauchfass und man hörte dabei nur das Klirren der Ketten am Weihrauchfass im ansonsten leeren Gotteshaus. So lernte man an diesem Nachmittag, dass Liturgie nicht nur aus Sehen und Hören, sondern auch aus dem Riechen bestehen kann, wenn das Harz im Weihrauchfass auf einer schwarzen Kohle langsam verglüht. Traditionell als das Weihrauchland gilt der Süden der arabischen Halbinsel, das Gebiet der heutigen Staaten Jemen und Oman. Der in Europa angebotene Weihrauch wird fast ausschließlich aus dem Land Eritrea importiert.

Drei Oberminis verabschiedet

Zum Erntedankfest 2020 fand ein Familien-Gottesdienst in der Herz-Jesu-Pfarrgemeinde statt, der unter dem Motto „Danken“ stand. Den ausscheidenden Oberministranten dankte die Pfarrgemeinde am Ende des feierlichen Gottesdienstes und begrüßte gleichzeitig deren Nachfolgerinnen.

 

Der Familiengottesdienst wurde feierlich gestaltet von Kaplan Justin Kishimbe zusammen mit den drei neuen Oberministrantinnen Lea Wolf, Ronja und Annalena Schroller sowie dem Krippenteam bestehend aus Heidi Braunreuther und Sybille Polzin. Das letztgenannte Duo ging anstelle der Predigt auf das alltägliche „Danke sagen“ ein. Anhand eines kleinen Samens aus dem eine Sonnenblume erblüht, kann so auch in den Herzen der Menschen durch kleine Aufmerksamkeiten wahre Wunder entstehen, lautete die Botschaft.

 

Anhand von sechs Bespielen erläuterte Heidi Braunreuther die Nomen Staunen, Wärme, Glauben, Liebe, Freude und Leben, die man allesamt nicht direkt sehen, dafür aber umso mehr fühlen und letztendlich auch erleben kann, wenn man sich hierfür nur dankbar zeigt und dieses Dank auch weitergibt. Für diese einfachen Wunder Gottes sich zu bedanken, ist heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr, umso wichtiger ist es, regelmäßig sich selbst daran zu erinnern, so die Rednerin.

 

Am Ende des Gottesdienst verabschiedete Kaplan Justin die ausscheidenden drei Oberministranten. Der 16-jährige Jonas Etterer war zwei Jahre lang Oberministrant und fing an zu Ministrieren im September 2015, erinnerte der Kaplan. Er ist aktuell im ersten Lehrjahr bei der Firma Metallbau Schmidt in Immenreuth als Metallbauer angestellt und spielt sehr gerne Fußball.  Der ebenso 16-jährige Ralf Schreyer war auch zwei 2 Jahre Oberministrant und fing genau zwei Jahre eher zu ministrieren an.

 

Auch er ist im ersten Lehrjahr bei der Firma Scherdel in Marktredwitz als Werkzeugmechaniker unterwegs. Zu seinen Hobby´s zählen Angeln, Moped und Snowboard fahren. Johannes Porst ist bereits volljährig und war sieben Jahre lang Oberministrant. Er fing zu Ministrieren an im September 2011 und ist bereits im dritten Lehrjahr bei der Firma Formentechnik Bayreuth als Werkzeugmechaniker. Auch er läuft in seiner Freizeit liebend gerne dem runden Leder hinterher. Als Pläne gaben alle drei jungen Männer an, eine gute Lehre abzuschließen, informierte Justin Kishimbe.

 

Den neuen Oberministrantinnen Lea Wolf, Ronja und Annalena Schroller, die ab sofort das Ruder beim Nachwuchs übernehmen, wünschte der Geistliche ebenso alles Gute und dankte Ihnen für Ihre Engagement. Die dankbaren Kirchenbesucher verfolgten aufmerksam die würdevolle Verabschiedung der drei Ausscheider, sowie die Begrüßung der drei neuen Oberministrantinnen und spendeten einen spontanen Applaus für die jungen Leute.

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